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Auferstehung der Toten – Hoffnung ohne Attraktivität? Grundstrukturen christlicher Heilserwartung und ihre verkannte religionspädagogische Relevanz (Forschungen zur Systematischen und Ökumenischen Theologie 65), Göttingen 1991 (Vandenhoeck & Ruprecht, 449 S.), ISBN 3-525-56272-1 (vergriffen; Restexemplare beim Verf. erhältlich). Alle Rechte beim Autor.
Rezensionsauszüge:
Im Unterschied zum Gedanken einer Verewigung der im Tod entstandenen Lebenszeit des Menschen und seiner Welt in Gott rechnet Thiede dezidiert mit einem unendlichen Fortgang der Zeit für das Individuum. ... Genauer theologischer Beachtung wert ist Thiedes Versuch ohne Zweifel, "das Eschaton nicht nur als ‚Nach-Zeitlichkeit’ oder Verklärung irdischer Zeit zu fassen, sondern als Relationsbegriff im Hinblick auf die neue Schöpfung, die als bleibendes Anderes Gottes in einer neuen, vollkommenen Zeitform an Gottes ewiger Zeit teilhat" (198). ... Aus all dem ergibt sich ein überzeugendes Plädoyer, dem nichts hinzuzufügen ist: "Nicht der Verzicht auf ein weithin unverständlich gewordenes Symbol christlichen Credos, sondern neue religionsdidaktische Bemühungen um eine sach- und zeitgemäße Rekonstruktion der unverzichtbaren Metapher und ihres Gehalts sind das Gebot der Stunde" (346).
Prof. Dr. Gunther Wenz (Theologische Revue)
Die sachkundige und ansprechende Münchener Dissertation (1990) erhebt angesichts der Tabuisierung, Funktionalisierung oder Bagatellisierung des Todesthemas z. B. durch materialistisch und spiritualistisch geprägte Weltanschauungen oder auch durch bestimmte theologische Ansätze einen hohen Anspruch... Ein wichtiges, auch motivierendes Buch!
Prof. Dr. Karl Dienst (Der Evangelische Erzieher)
Mit wachem Bewusstsein für geistesgeschichtliche Entwicklungen und Sensibilität für menschliche (Todes-)Not wird das Hoffnungspotential der Rede von der "Auferstehung der Toten" als Lehr- und Überlebensangebot systematisch und religionspädagogisch bedacht. Entschieden wird die Wendung "Auferstehung der Toten" gegen alle Deformierungen und Transformationen verteidigt, als Schlüssel zum Verstehen des Menschlichen angesichts des Todes gebraucht und als Verweis auf eine ihr entsprechende Wirklichkeit jenseits unserer begrenzten Wirklichkeit gelesen.
Dr. Hans Jürgen Luibl (Materialdienst der EZW)
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