Die mit dem Tod spielen

Die mit dem Tod spielen. Okkultismus – Reinkarnation – Sterbeforschung, Gütersloh 1994 (Gütersloher Verlagshaus, 144 S.)
(vergriffen).

Rezensionsauszüge:

Den Ausgangspunkt bildet eine Auseinandersetzung mit dem Materialismus, der den Tod völlig tabuisiert. ... Während der Materialismus den Tod verneint, bagatellisiert der Okkultismus das Jenseits, indem er den verborgenen Teil der Wirklichkeit mit Gott und dem Jenseits verbindet. Dies führt Thiede zu einer kritischen Analyse des Spiritismus, einer kurzen Betrachtung der Parapsychologie und der Reinkarnation... Besonderes Augenmerk wird auf die Sterbeforschung gelegt, die in ihren verschiedenen Ansätzen beleuchtet wird, so dass man einen sehr guten Überblick über die diesbezüglichen Forschungen und Deutungen gewinnt. Den Abschluss bildet eine Darlegung des Auferstehungsglaubens anhand von Aussagen Martin Luthers. Dabei überraschen die offene Einstellung zur Unsterblichkeit der Seele und die Ablehnung der Ganz-Tod-Theologie. Thiede beweist bei den angeführten Darlegungen nicht nur eine umfassende Kenntnis der historischen Hintergründe der einzelnen Vorstellungen, sondern auch große Belesenheit.
(Prof. DDr. Andreas Resch, Grenzgebiete der Wissenschaft)

Die Bagatellisierung und Verharmlosung des Todes in Okkultismus, Reinkarnationsglauben und Teilen der Sterbeforschung aufzuzeigen, ist das Anliegen von Werner Thiede... Die Stärke seines Buches liegt in der Konzentration auf eine These: die Bagatellisierung des Todes. ... Indem Thiede seine Überlegungen an einem Grundgedanken materialreich entfaltet und der Versuchung widersteht, seiner Untersuchung ein Bündel von Theorien zu unterlegen, bleibt das Buch durchgehend spannend zu lesen.
(Dr. Rüdiger Sachau, Lutherische Monatshefte)


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